Behandelnde Person: Esther Gammelin

Hannoveraner, *2016, COPD, trageerschöpft, Hängerunfall, webt, beim Anreiten traumatisiert, schnell gestresst,

Durch abgestimmte Behandlungs- und Trainingseinheiten konnte das Pferd zurück in die Rumpfhebung und Funktion in Bewegung gebracht werden.

Behandelnde Person: Valentina Schlitt

Finnisches WB, *2012, Sportpferd, keine Befunde bekannt, als Jungpferd große offene Kopfwunde

Der Wallach wurde vorab über mehrere Wochen stabilisiert. Hier bestand eine signifikante Dysfunktion Costa IV in Inspiration. Nach dem Lösen dieser Dysfunktion und Anbieten eines ätherischen Öls ging der Wallch in eine 30-minütige intensive Verarbeitung, während derer er sich eigenständig durch die Lateralbahnen und seinen linken Leistenring durchgearbeitet hat. Er hat sich deutlich entzerrt und kann nun in der Bewegung seine Energie wieder positiv von der Hinterhand über den Rücken bis ins Genick übertragen.

Behandelnde Personen: Jule Luca Jesse und Esther Gammelin

Trakehner, Stute, *2005, Verkalkung Nackenband, Kissing Spines, Spat, zusätzliche div. Arthrosebefunde

Ein sehr eindrücklicher Fall. Trageerschöpfung wird häufig mit der Vorhand in Verbindung gebracht. Jedoch ist auch im Becken eine Trageerschöpfung möglich.

Behandelnde Person: Esther Gammelin und Jule Luca Jesse

Holsteiner, Wallach, Headshaker, massiv trageeerschöpft, chronischer Husten

Obere Aufnahme 02.05.2022, untere Aufnahme Anfang Juli 2022

Auffällig war die Hypermobilität im gesamten Körper. Gut zu sehen ist hier die Durchtrittigkeit in den Fesselgelenken und das schlaffe Durchrutschen des Rupfes zwischen den Schulterblättern. Zunächst wurde mit dem Wallach am Nervensystem gearbeitet und Faszienverklebungen an Hals und Schulterblatt gelöst. Das Headshaking stellte sich nach drei Tagen komplett ein. Anschließend wurde das Pferd in die stabilisierende Körperarbeit genommen um den Körper auf die osteopathischen Impulse vorzubereiten, die am 11.05.2022 erfolgten. Hier wurde darauf geachtet, dass ausschließlich Impulse am Kopf und der Vorhand gegeben wurden, da das Becken noch zu instabil für eine sinnvolle Behandlung in diesem Bereich war.

Anschließend erfolgte wieder angepasstes Training, wobei der stabilisierende Anteil deutlich höher war, als der mobilisierende zeitlich kontrollierte Anteil, damit eine Einlagerung von Kollagen für mehr Stabilität im Fasziengewebe erfolgen konnte. Die osteopathische Behandlung des Beckens erfolgte ca vier Wochen später.

Anfang Juli 2022 war der Wallach wieder tragfähig, hatte Freude an Bewegung und konnte wieder an das Reiten herangeführt werden.

Behandelnde Person: Erja Harbeck

Polnisches WB, Stute, *2008, Springpferd, ehemaliger Sehnenschaden, mehrere Operationen aufgrund periodischer Augenentzündung

Gelöst wurden beide Kopfdiaphragmen und die Deep Lateral Lines bilateral. Anschließend wurde die Stute in korrektes Herantreten an die Hand aufgespannt und in diesem Zustand im Schultergürtel und der Brust geöffnet. Die Bilder sind aus Januar 2026.